14. Tag – Reise zur „Stadt der Brücken“
14. Tag – Reise zur „Stadt der Brücken“

14. Tag – Reise zur „Stadt der Brücken“

Da gestern der Wettergott nicht mitspielte, versuchten wir heute unser Glück. Und dieses mal war er auf unserer Seite. Als wir um 7 Uhr aufstanden und aus dem Fenster sahen, erblickten wir blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Nach einem ausgiebigen Frühstück und schmieren der Mittagsverpflegung, machten wir uns auf dem Weg zum Hafen nach Punta Sabbioni. Als Transportmittel für ViP entschlossen wir uns auf den Qeridoo zu verzichten (wie gesagt Stadt der Brücken) und nahmen unsere Kraxe mit. Dort angekommen winkte uns direkt jemand auf einen Parkplatz, wo wir unser Auto für günstige 7€ den ganzen Tag abstellen konnten. Unsere Tickets, für das Schiff, haben wir direkt am Campingplatz gekauft. Leider fuhr uns das Schiff direkt vor Nase weg, sodass wir 25min auf das Nächste warten mussten. Die Wartezeit vertrieben wir uns damit, einen Plan zu schmieden, was wir uns zuerst anschauen wollen. Und ViP machte das was er immer macht, wenn man ihm „Freilauf“ gibt. Zu anderen Kindern und Leuten gehen. Heute war eine Schweizerfamilie mit 2 Söhnen sein Ziel. Der ältere der beiden (ca. 7 Jahre) hat ein kleines Kuscheltier an seiner Jacke, welches ViP natürlich hochinteressant fand und sofort anfassen wollte. Der Junge ließ ihn dran spielen, bis das Schiff kam. Auf dem Schiff ging die Bespaßung gleich weiter. Diesmal durften 2 ältere Ehepaare sich von ViPs Freundlichkeit und Lächeln/Grinsen überzeugen. Auch diesmal lief alles reibungslos bis zur Ankunft in Venedig. Nachdem wir von Board gegangen waren und am Hafen eine kleines Stück gelaufen sind, hieß es für ViP ab in die Kraxe. Venedig ist keine Stadt, wo er frei rumlaufen kann, zu viele Menschen und definitiv zu viele Möglichkeiten, um ins Wasser zu fallen. Unsere erste Station war die Seufzerbrücke, allerdings kann man über diese nicht rüber gehen, sondern sich diese aus etwa 10m Entfernung anschauen, da diese das ehemalige Gericht mit dem ehemaligen Gefängnis verbindet. Ein paar Meter weiter kamen wir zum nächsten Hotspot, die Piazzetta San Marco mit dem Dogenpalast auf der rechten Seite und der National Bibliothek auf der linken Seite. Ich „kannte“ diesen Platz aus einigen Filmen, allerdings kam er mir dort immer größer vor. Vielleicht lag es an der Baustelle am Dogenpalast oder der doch vielen Menschen die unterwegs waren, dass er nicht ganz so groß rüberkam. Keine 100m weiter gingen wir am nächsten Highlight vorbei, dem Markusturm. Diesen kann man für „preisgünstige“ 12€ besteigen und hat einen wirklich wunderschönen Blick über Venedig. Allerdings muss man dafür eine lange Wartezeit in Kauf nehmen. Das wollten wir weder uns noch ViP antun und gingen weiter. Auf dem Markusplatz machten wir ein paar Fotos vom Turm und lauschten den Musikern die in einem Restaurant spielten. Nach ein paar Minuten entschlossen wir uns weiter zu gehen, da der Herr auf meinem Rücken etwas Radau machte. Wir liefen durch kleine Gassen und über unzählige Brücken. Wir waren froh den Qeridoo im Bungalow zurückgelassen zu haben, es wäre eine Tortur gewesen ihn die Stufen rauf zu schleppen bzw. runter rollen zu lassen. Danach hätten wir wahrscheinlich keine runden sondern eckige Räder gehabt. Ungefähr nach 30min Fußmarsch beschlossen wir, mit dem Vaporetto (Wasserbus) weiter Richtung Norden auf dem Canal Grande zu fahren. Unser Hauptziel war der Giardini Papadopoli Park, am westlichen Rand von Venedig. Hier wollten wir Mittagessen und ViP etwas „Auslauf“ gönnen. Auf dem Weg dorthin fuhren wir unter der bekannten Rialtobrücke hindurch. Wir entschlossen uns nicht auszusteigen, da ViP prima mitmachte, und auf dem Rückweg hier nochmal halt zu machen. Nach gut 45min fahrt auf dem Canal Grande und 5min Fußweg kamen wir am Park an. Es war ein kleiner Park mit vielen Bänken im Schatten und in der Sonne. Der perfekte Platz, um Pause zu machen, da der Park von hohen Mauern umschlossen ist und nur 2 Ein- bzw. Ausgänge hat. Optimal um ViP „frei zu lassen“ und selber mal kurz zu entspannen. Gegen 13:15 Uhr machten wir uns auf den Rückweg Richtung Markusplatz zur Fähre. Der Plan sah vor, dass ViP bis zur Rialto Brücke schläft und wir dort wieder in einen Wasserbus einsteigen und wir den Rest der Strecke entspannt auf dem Wasser zurücklegen. Doch es kam alles anders. Erst wollte ViP in der Kraxe nicht wirklich einschlafen, es war alles viel zu spannend, obwohl er tot müde war und dann, als er endlich schlief entschieden wir uns lieber weiterzulaufen, da es so schön wackelte. Also schlängelten wir uns durch die kleinen Gassen und unzähligen kleinen Brücken Richtung Rialto Brücke. Unterwegs gönnten wir uns jeder noch eine Kugel echtes italienisches Eis, 2€ pro Kugel. Die Rialto Brücke zu finden war nicht sonderlich schwer. Entweder folgt man der wirklich guten Beschilderung oder man folgt einfach den Menschenmassen. Dann an der Brücke angekommen, schlängelten wir uns an den Menschenmengen vorbei (man bedenke es ist Anfang Mai, also keine Ferienzeit!) die Stufen hinauf auf die Brücke, um einen begehrten Platz in erster Reihe zu ergattern, um ein paar Bilder/Selfies zu machen. Die Brücke an sich ist relativ breit, allerdings verläuft in der Mitte der Brücke eine Einkaufsstraße mit mehren Läden, sodass man nur links oder rechts auf der Wasserseite entlang, laufen kann. Hier können ca. 3 Menschen gleichzeitig nebeneinander laufen. Nachdem wir unsere obligatorischen Bilder gemacht hatten, ohne seltsame Instagram Posen (echt lustig, was manche Menschen so für Haltungen einnehmen, nur für ein Bild), gingen wir weiter Richtung Markusplatz. Der Weg führte uns durch enge Gassen, wieder vorbei an den gleichen Billigläden wie in Verona (Gucci, Prada, Louis Vuitton…), und über unzählige Brücken. Am Markusplatz angekommen, gönnten wir ViP nochmal „Freilauf“, den er aber diesmal nicht so wirklich ausnutzte. Vielleicht lag es daran, dass er nur rund 40min Mittagsschlaf gehalten hat (die anderen Tage waren es immer gute 2 Stunden, allerdings in seinem gemütlichen Reisebett). Wieder am Hafen angekommen suchten wir unser Terminal, von dem aus das Schiff Richtung Heimat fuhr. Ein „Must-Have“ von Venedig hab ich noch gar nicht erwähnt, nämlich die Gondolieres. Ich habe versucht herauszufinden was eine Fahrt kostet, allerdings hängen an den Ständen keine Preise aus. Nach kurzer Recherche im Internet, bin ich immer wieder auf einen Preis von ca. 80€ pro Person gekommen. Dieser Preis war uns definitiv zu viel. Die Fahrt mit den Wasserbussen war vollkommen ausreichend und ein vielfaches preiswerter.

Wieder in Punta Sabbioni angekommen ging es zum Auto und wir fuhren zurück zum Campingplatz. Hier angekommen, zogen wir uns schnell um und packten alle Sachen für den Strand zusammen, denn es schien immer noch die Sonne und es war herrlich warm. Den Nachmittag ließen wir entspannt am Stand ausklingen. Nachdem wir die Füße ins kühle Nass gesteckt hatten, Löcher gebuddelt & Sandtürme gebaut haben und mit dem Gesicht in den Sand gefallen waren (also ViP), spazierten wir entspannt zurück zum Bungalow (mit einem kurzen Stopp bei der Pizzeria, um Abendbrot zu holen). Nachdem wir alle geduscht und zusammen zu Abend gegessen haben, ging es für ViP ins Bett und wir ließen den Tag entspannt auf der Terrasse mit einem Glas Limoncello Revue passieren.

© Christian

2 Kommentare

  1. Michaela

    Meine Hochachtung ihr „Schreiberlinge“. Also ich muss schon sagen, nach so voll gepackten Tagen noch so viel zu schreiben – wie schafft man das bloß. Aber es liest sich einfach toll, was ihr so jeden Tag erlebt. Es ist schön mitzuerleben, was für einen schönen und ereignisreichen Urlaub ihr habt und eurer ViP scheint ja auch viel Spaß zu haben. Super, wie er schon alles so mit macht. Als ich ihn das letzte Mal gesehen habe, ist er noch gekrabbelt. Wie doch die Zeit vergeht. Ich wünsche euch weiterhin einen traumhaft schönen Urlaub. Viele Grüße von mir und Helmut natürlich auch.

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